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Auf Schmugglerkurs

Die Legende vom Roden Gerd

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im Teufelsmoor die Grenzkontrollen zu Bremen streng gehandhabt – Schmuggel wurde für die Torfschiffer lebensgefährlich. Dennoch wagten sich einige daran, darunter „De rode Gerd“: ein hünenhafter Mann mit feuerrotem Haar, der seine rechte Hand stets unter einem schwarzen Lederhandschuh verbarg.

Hier ist seine Geschichte:

Auf Schmugglerkurs

Die Legende vom Roden Gerd

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im Teufelsmoor die Grenzkontrollen zu Bremen streng gehandhabt – Schmuggel wurde für die Torfschiffer lebensgefährlich. Dennoch wagten sich einige daran, darunter „De rode Gerd“: ein hünenhafter Mann mit feuerrotem Haar, der seine rechte Hand stets unter einem schwarzen Lederhandschuh verbarg.

Hier ist seine Geschichte:

De rode Gerd

Auf Schmugglerkurs

Mitte des 19. Jahrhunderts, als der Zollverein die Grenze zu Bremen schärfer bewachen ließ, wurde das Schmuggeln für die Torfschiffer zum Todesspiel. Doch einer fürchtete sich nicht: der Rote Gerd. Hünenhaft, mit feuerrotem Haar, das ihm den Namen gab, und einer rechten Hand, die er niemals zeigte – immer verborgen unter einem schwarzen Lederhandschuh. Eine Hautkrankheit, sagte er, wenn man fragte, und dass es niemanden etwas anginge. Die Dorfleute glaubten das nicht. Sie tuschelten, unter dem Leder sei die Haut blutrot gefärbt, für immer, von Taten, über die niemand sprach. Wüsche er sie, hieß es, käme das Blut doch wieder.

Er brauchte keine Freunde, nur Werkzeuge: Männer, die ihm Geld schuldeten, die er mit Schnaps gefügig machte oder mit Drohungen band. Und wenn im Herbst das Wasser stieg, bis das Land zwischen Osterholz und Weyerberg zu einem einzigen dunklen See wurde, aus dem nur die Hauswurten wie Inseln ragten, dann war seine Zeit gekommen.

Die erste Nacht

Eine stürmische Oktobernacht im überfluteten Blockland. Nur für Augenblicke reißt der Wind die Wolken auf und gibt den Mond frei, in dessen Licht ein einzelnes Schiff unter vollem Segel auftaucht – schwer beladen, die Flut pulst gefährlich über den Rand. Vier Gestalten kauern an Bord, Gischt schlägt ihnen ins Gesicht.

Da – ein dunkler Punkt in der nachtgrauen Wasserwüste. Treibendes Buschwerk? Ein Erdklumpen? Gerd reißt das Ruder herum, alle vier Augenpaare starren auf den rätselhaften Gegenstand, der näher und näher kommt.

Dann: „Halt!“ Das Boot der Grenzaufseher. Schüsse zerreißen die Nacht, Kugeln schlagen ins geteerte Segel. „Nun schießt doch endlich!“, fährt Gerd seine Männer an – doch die kauern reglos hinter den Säcken. Vom Zollboot ruft es herüber: „Den kenn‘ ich ja! Warte, roter Halunke, du entwischst uns heute nicht!“

Da packt Gerd die schwere Ruderstange, drängt auf den Rufer ein und wirbelt seine Waffe durch die Luft. Das Holz zerreißt das Segel, trifft den Kopf des Mannes mit hartem Schlag. Er stürzt vornüber ins Wasser.
Es ist der einzige Aufseher, der Gerd erkannt hätte. Er überlebt – doch seine Gehirnverletzung ist so schwer, dass er wohl zeitlebens schwachsinnig bleiben wird.

Das gestohlene Torfschiff liegt am nächsten Morgen längst wieder vertäut an seinem alten Platz, das Segel notdürftig geflickt. Die Frevler bleiben unerkannt.

Die zweite Nacht

Wochen später, eine windstille Novembernacht. Wieder ist Gerd unterwegs, wieder schwer beladen, wieder verfolgt. Diesmal reicht der Vorsprung nicht bis zur rettenden Bruchstelle im Deich. Schüsse durchbohren die Bordwand, Wasser dringt ein, das Schiff droht zu sinken.

Mit letzter Kraft erreichen sie das andere Ufer, wohin die Aufseher nicht folgen dürfen. Einer springt an Land und flieht über den Deich. Ein anderer wird an Bord tödlich getroffen. Den letzten stößt Gerd mit einem kräftigen Ruderschwenk über Bord – aus Furcht vor Verrat. Als der Mann wieder auftaucht, sich mit beiden Händen an die Bordkante klammert und um Hilfe fleht, verpasst ihm der Rote einen Hackentritt ins Gesicht. Reglos verschwindet er unter Wasser.

Ehe das Zollboot herankommt, ist Gerd längst in Sicherheit. Die Beamten können nur noch die Leiche des Erschossenen bergen, während das Schmuggelschiff samt aller Ware vor ihren Augen versinkt.

Die letzte Nacht

Im Jahr darauf, ein Augustnachmittag. Über der Wümme braut sich ein Gewitter zusammen, Windstöße jagen übers Wasser. Die Torfschiffer suchen eilig Schutz am Ufer und binden ihre Kähne fest. Doch keiner kriecht unter Deck – zu sehr ist ihr Blick auf eine Szene gerichtet, die sich nur einen Steinwurf entfernt am jenseitigen Ufer abspielt: Ein einzelnes Boot kämpft sich, von Minute zu Minute tiefer sinkend, durch Regen und Wellen näher an sie heran.

 

„Minsch, dat is he!“, ruft plötzlich einer.
„Nüms an’ers as de Ro’e Gerd!

Die ausführliche Legende von De rode Gerd können Sie in diesem PDF-Dokument lesen!

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Wo gibt es De rode Gerd?

De rode Gerd ist eine Marke der Hollenbeck Getränkegroßhandel GmbH.
Er ist erhältlich in der gut geführten Gastronomie sowie im Einzelhandel unserer Region.

Kontakt

Hollenbeck Getränkegroßhandel GmbH
Am Binnenfeld 12 · 27711 Osterholz-Scharmbeck

Telefon: +49 4791 9218-0
Telefax: +49 4791 9218-12

info@teufelsmoor-legenden.de

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